Gewinner der Karl Max von Bauernfeind-Medaille 2016
Träume und Wahrheiten
fatum 3 | , S. 3
Inhalt

Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,
diese Ausgabe von fatum, dem Magazin für Philosophie der Wissenschaft, Technik und Gesellschaft an der TU München, widmet sich Träumen und Wahrheiten. Ist das die Spannung zwischen Schein und Sein? Oder haben Träume eine besondere Realität, gar eine eigene Art von Wahrheit?

In unserer Rubrik Was ist das…? geben drei Expertinnen kurze Einführungen. Dr. Jennifer Windt präsentiert den aktuellen Stand der Traumforschung aus der Perspektive der Philosophie des Geistes. Prof. Dr. Petra Gehring zeigt auf, warum Träume und Wachsein sich nur als zwei Seiten einer Differenz verstehen lassen. JProf. Dr. Elena Ficara erklärt, weshalb die Suche nach der Wahrheit eine der wichtigsten Tätigkeiten der Philosophie ist und veranschaulicht, was philosophische Wahrheitstheorien leisten.

Die Rubrik Praefrontal möchte die vielfältigen Verwendungsweisen von Methoden, Begriffen und Konzepten in verschiedenen Disziplinen ins Bewusstsein rücken. Prof. Dr. Sabine Maasen gibt einen Überblick über die Bedeutung des Traums in und für Wissenschaft, Philosophie und Gesellschaft. Matthias Kreileder beleuchtet Friedrich Nietzsches Terminologie vor dem Hintergrund von Nietzsches Positionen zur Erkenntnistheorie.

GastautorInnen aus aller Welt steuern auch für diese Ausgabe vielfältige Internationale Perspektiven bei. Um die Texte in Originalsprache unmittelbar zugänglich zu machen, drucken wir sie mit deutscher Übersetzung bzw. auf Englisch ab. Gevi Dimitrakopoulou beschreibt die Verbindung zwischen Film und Traum. Matteo Zicchetti schildert, wie Gottlob Frege den Logizismus startete, weshalb das ursprüngliche Projekt gescheitert ist und wie der (Neo-)Logizismus eine Renaissance erfährt.

In der Rubrik Vom Wesen der Dinge deckt Martina Gschwendtner auf, wie der Traum als besonderer Bewusstseinszustand Inspiration für Ideen in der Wissenschaft geben kann. Orestis Papakyriakopoulos reflektiert den wissenschaftstheoretischen Status mathematischer Methoden mit Fokus auf Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.

Die Rubrik In die Werkstatt! eröffnet diesmal einen Blick auf die Informatik. Am Lehrstuhl für Logik und Verifikation an der TU München wird Isabelle, eine formale Beweissoftware, weiterentwickelt. Lars Hupel erklärt, wie der Theorembeweiser funktioniert und als Werkzeug in der Mathematik eingesetzt werden kann. Ab Seite 62 beleuchtet Martina Baumann, wie der funktionale Magnetresonanztomograph zu neuen Einsichten in der Traumforschung helfen kann und was Die Maschine für philosophische Implikationen hat.

Andrea Lienesch, die den Siegerbeitrag vom ersten Kurzgeschichtenwettbewerb unserer Freunde vom Münchner Science Café Auf Augenhöhe verfasst hat, eröffnet mit ihrer Kurzgeschichte Nur ein kurzer Traum unsere Rubrik Literatur. Für den Lyrikteil konnten wir Edgar Hättich mit dem Gedicht Bergung gewinnen.

Viele weitere Artikel warten in dieser Ausgabe darauf, entdeckt zu werden. Auf unserer Website www.fatum-magazin.de finden Sie sämtliche Artikel dieser und vergangener Printausgaben. Erstmals berichten wir webexklusiv über Erlebnisse der fatum-Redaktion, diesmal über das „Stratoflight“ Alumni-Event im Schweizer Generalkonsulat München und über die Präsentation von fatum auf der Frankfurter Buchmesse 2015.

Fortan soll fatum in Zwillingsheften erscheinen: die Cover von Winter- und Sommerausgabe werden optisch verwandt sein. Den Gestaltungswettbewerb für diese dritte Ausgabe und die kommende vierte Ausgabe hat Michael Gleixner gewonnen.

Über Gedanken zum Magazin freut sich unsere Redaktion rund um Studierende des Masters in Wissenschafts- und Technikphilosophie an der TU München jederzeit.


Viel Freude beim Lesen!
wünscht Samuel Pedziwiatr
im Namen der fatum-Redaktion


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